ToDo-Liste II – Digitalkamera

Der naechste Punkt auf meiner Was-tun-mit-den-ersten-Gehaeltern-Liste ist abgehakt.. ich habe mir eine „neue“ Digitalkamera geleistet.

Ich bin ja schon etliche Jahre Besitzer einer Sony DSC-F505V, die mir einige hochwertige Bilder beschert hat. Fuer mich stand von vorneherein fest, dass ich mir keine billige Kompaktknipse zulegen werde. Lange habe ich mit dem direkten Nachfolgemodell, der DSC-F707 geliebaeugelt, aber aem hat mich dann doch davon ueberzeugt, dass das zwei Generationen neuere Modell DSC-F828V eine wesentlich bessere Investition ist – und er hat Recht gehabt.

Nun liegt sie also vor mir.. das ehemals graue Plastikgehaeuse ist schwarzem Alu gewichen, der markanteste Teil ist immer noch das massive schwenkbare Objektiv aus dem renommierten Hause Carl Zeiss Jena, eine nochmals verbesserte Version der gleichen Optik die schon die 505 hatte. Neu hinzugekommen sind auch der Compact-Flash-Slot und der LCD-Sucher als Alternative zum (auch gewachsenen) TFT-Display. Der Aufstieg von 2,9 auf 8,1 Megapixel ist an den ersten Bildern schon deutlich erkennbar – eine Schaerfe und Detailtreue die sonst nur von „echten“ DSLRs erreicht wird, aber niemals von diesen Taschenkameras. Dementsprechend auch der Preis.. wurde sie bis zum Herstellungsende Mitte 2006 fuer bis zu 1450 Euro verkauft, hat sie mich auf Ebay in zweijaehrigem Alter immerhin noch 350 Euro gekostet.

Der erste Weg fuehrt mich gleich ins Fotogeschaeft.. eine so wertvolle Optik benutzt man nicht „nackt“ – gleich mal einen gehaerteten Nix-Filter als Schutz draufgekauft. Das restliche Zubehoer kaufe ich mir grade auf Ebay zusammen.. einen Ersatzakku mit passendem Ladegeraet, ein paar Effektfilter (Stern und Fass muessen auf jeden Fall her), und einen kompakten Koffer um das alles unterzubringen.

Testfotos kommen in ein paar Tagen 🙂

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Heuschreckenalarm!

Ich wollts eigentlich am Mittwoch schon schreiben, aber man weiss ja nie wer dieses Blog hier liest, und ich will an nix schuld sein.. aber: Gestern waren die Heuschrecken im Haus.

Mal etwas zurueckgegriffen: EMI Music (ja, das gewichtige Major Label) wurde von einer Heuschrecke (Muentefering-Sprech fuer Private Equity Gesellschaft) gekauft, fuer die schlappe Summe von 5,8 Milliarden Euro. Heuschrecken deswegen, weil diese Gesellschaften ueblicherweise nur einen Bruchteil des Kaufpreises als Eigenkapital zahlen – der Rest wird als Kredit aufgenommen und nach dem Kauf an das Opfer uebertragen, und das so abgeschoepfte Kapital an die Anleger ausgezahlt. „Rekapitalisierung“ nennt sich sowas dann.. obwohl Dekapitalisierung eher passen wuerde. Wenn das Opfer dann unter der Schuldenlast zusammenbricht, werden erst Leute rausgeschmissen und spaeter Konkurs angemeldet. Befallen, aussagen, wegschmeissen. Mit der gleichen Masche hat „unsere“ Heuschrecke z.b. letztes Jahr die Tank&Rast Autobahnrestaurantkette fast in den Abgrund „optimiert“.

Nun hat sich also am Montag eben diese Heuschrecke angekuendigt, die diversen Vertragspartner der EMI begutachten zu wollen, und damit auch uns. Wir haben ja von EMI einiges an Servern gestellt bekommen.. die laufen also bei uns, werden bei uns betreut, aber gehoeren nicht uns. Und damit wir einen moeglichst guten Eindruck hinterlassen, wurden eiligst Konferenzen einberufen und die halbe Firma umgekrempelt und aufgeraeumt etc.. sogar der seit Monaten inaktive Kartenleser an unserer Buerotuere wurde aktiviert, wie ich dann am Donnerstag Morgen schmerzhaft feststellen durfte. Unter Zeitdruck eben ein paar Statistiken optimiert und ein paar wichtig aussehende Diagramme gebaut und aufgehaengt, das haette der alte Potemkin nicht besser hinbekommen.  Sogar die Fensterscheiben an den Serverracks wurden nach Jahrzehnten mal wieder poliert – die waren immer noch ganz grau von dem Brand. Ich war fast auch ein bisschen beeindruckt wie wir uns doch verstellen koennen.

Nun waren die also Donnerstag Nachmittag da, das illustre Dreigespann, und haben sich auf der geplanten Route herumfuehren lassen.. mal hier ein kleines Schwaetzchen mit einem Angestellten, mal dort einen Blick auf die Statistikdrucke, und unser Chef hat irgendwie die Aura eines verstaubten Museumsfuehrers an sich gehabt.  Dementsprechend hatten wir heute genug zu tun, die Abteilungen wieder in einen benutzbaren Zustand zu versetzen.. Teilekisten wieder aus den Schraenken reissen, Unterlagen neu auf den Tischen ausbreiten, die Statistikbildschirme auf die realen Werte zuruecktrimmen etc.. und das alles nur, um vor ein paar gierigen Heuschrecken gut dazustehen.

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ToDo-Liste I

Ich habe mir vor einigen Monaten, als sich meine wirtschaftliche Zukunft noch nicht so deutlich abgezeichnet hatte, mal eine Liste angefangen, was ich so alles mit meinen ersten Gehaeltern machen werde. Nun habe ich die Liste mal wieder rausgekramt, und fange sie langsam an, abzuarbeiten – im wahrsten Sinn des Wortes.

Punkt 1 hat sich ohne mein Zutun bereits erledigt nach dem ersten Monat: Dispo-Kredit loswerden, Konto ausgleichen. Viel Geld ist mir da von dem ersten Gehalt nicht uebriggeblieben.. und diesen Rest habe ich meinem Vater geschuldet, der mir vor ein paar Monaten einen neuen Satz Autoreifen und meinen kaputten Auspuff gezahlt hatte. Und schon war das erste Gehalt weg.

Punkt 2 hatte ich schon lange im Hinterkopf.. ich wollte den 30 Jahre alten permanent stromverschraddelnden Gefrierwuerfel in der Kueche meiner Mutter entsorgen. Also, kaum dass das zweite Gehalt da war, bei Quelle einen neuen bestellt. Meine Eltern ham zwar bissl rumgejammert dass „der alte doch noch gut laeuft“ – aber spaetestens in einem Jahr werden sie’s merken dass der neue halt doch nen Zwanziger weniger Strom im Monat verbraet – und ausserdem meine Nerven schont weil er nicht so laut schraddelt dass man erstmal draufhaun muss damit er sich beruhigt, wenn man sich in der Kueche unterhalten will.

Punkt 3 auf der Liste war der PDA, dem ich schon einen eigenen Post gewidmet habe.

Punkt 4 auf der Liste ist eine neue Digitalkamera.. und die Realisierung dieses Punktes findet gerade in ebay statt. Mehr dazu spaeter 😉

Punkt 5 ist ein Notebook.. aber den brauch ich momentan nicht so dringend (ich guck ja den alten nichtmal an.. wird also eher nen Statussymbol, und damit isses nicht so dringend.)

Punkt 6 ist endlich neuer RAM fuer meinen PC.. aber da sind mir momentan die Preise bissl zu hoch. Ebay will ich mir nicht antun, das gibt nur Scherereien wenns dann nicht funktioniert. Lion, mein langjaehriger Lieferant, hat ja gerade eben Konkurs gemacht.. also heissts warten.

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Sonntag? nee, SunDay!

Heute war ein etwas ungewoehnlicher Tag.. ein Sonntag mitten in der Woche. Oder eher ein SunDay. Soll heissen, wir hatten heute eine kleine Delegation von Sun-Marketingschergen und unseren direkten Servicepartnern von Bacher Systems im Haus, um eine ganztaegige Informationsveranstaltung zu den neuen Serversystem und Technologien naechstes Jahr abzuhalten.

Eigentlich haette ich schon hellhoerig werden sollen als mein Chef gemeint hat „Geh du da vormittag schon hin, ich komm so gegen Eins nach.“ Ein Blick auf die Agenda verriet mir den Grund: „Green IT – Umweltschonende Rechenzentren“. Dementsprechend spannend wars dann auch… zwei Stunden Frontalunterricht ueber Energiesparkonzepte, und an den Haaren herbeigezogene Vergleiche zwischen den unterschiedlich effizienten Prozessorarchitekturen, bei denen – natuerlich – Sun UltraSparc T2 am besten dagestanden waren. Wie auch sonst.

Das Sushi-Buffet (oder was auch immer diese rohkostbelegten Brotscheiben darstellen haetten sollen) habe ich mir dann erspart und mich lieber in die Kantine abgesetzt, wo ich meinen Kollegen eine Kurzfassung des Vormittagsprogramms verabreicht habe, bis sie fast vor Muedigkeit in den Teller gefallen sind.

Der Nachmittag war dann wesentlich interessanter, wenn auch die Themen etwas wenig zu unseren Anforderungen gepasst haben. Eine Stunde Vortrag ueber Sun StorageTek Bandarchive, obwohl wir da seit Jahren fester IBM-Kunde sind und wohl so schnell auch nichts anderes ins Haus kommen wird. Eine weitere Stunde Vortrag ueber die neuen SunRay Thin Clients, die wohl fuer unsere Firma auch relativ uninteressant sind – abgesehen von vielleicht ein paar Bueroarbeitsplaetzen die man damit ersetzen koennte, aber jenseits aller Rentabilitaet. Ich habs ja damals bei SZ gesehen wie ungemein performant das SunRay-Netz ist wenn man dafuer kein dediziertes VLAN einrichtet – und wenn man die neu zu schaffende Netzinfrastruktur zu den Preisen der SunRays und der dazugehoerigen Server einrechnet, kommt man mit guenstigen Buero-PCs um einiges billiger weg. Bleibt eigentlich nur noch der eine Vortrag ueber die neuen CPU-Generationen, der mich halbwegs interessiert hat – aber hier hat sich alles um die Vorzuege der neuen T2-Prozessoren (Niagara, Victoria Falls) gedreht, die fuer unsere Lastanforderungen eher schlecht geeignet sind (wenige Threads, hohe Rechenleistung pro Thread, viel Crypto-Mathematik fuer SCP/SFTP – die Niagaras sind hauptsaechlich fuer viele leichtgewichtige Threads ausgelegt), und im Sparc64-Bereich gibts nichts neues was man haben wollen wuerde. Sun hat ja tatsaechlich die grauenhaft verstuemmelten Fujitsu-Siemens-Prozessoren uebernommen als Nachfolger zum UltraSparc IV+.. echt toll. Von 1450 MHz mit 36MB Cache (US4+) auf 1900 MHz mit 5MB Cache (US6) – wer will raten welcher davon mehr Datendurchsatz bringt?

Zum Schluss gabs noch ein paar T-Shirts und Taschenlampen abzustauben.. so ist wenigstens ein bisschen was von dem Tag bei mir haengen geblieben 😉

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